The Cancer Files – 008 – Ungewollt in unbekannten Quadranten gelandet – auf der Suche nach dem langen Weg nach Haus
Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus nach der Biopsie kehrt die Realität ein: Schmerzen, Bürokratie und ein Bruch mit dem digitalen Musikalltag. Für alle, die nach einer Klinikentlassung die Kehrseite spüren – wie geht man damit um? Hast du ähnliche Erfahrungen?
Facts
Subject: The Cancer Files
Edition: 008
Title: Ungewollt in unbekannten Quadranten gelandet
Format: Blogpost
Topic: Health
Genre: Cancer
Author: WaterDomeMusic
Release Date: 15. Februar 2026

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Episode 008
Als ich am Freitag, 13. Februar 2026 aus dem Krankenhaus entlassen wurde, war ich fast euphorisch: raus aus der Klinik, endlich durchatmen und zur Ruhe kommen. Zwei Tage später zeigt sich die Kehrseite: Seit gestern Nachmittag geht es mir nach der Biopsie körperlich deutlich schlechter – Nierenschmerzen, Probleme mit Blase und Darm, Schmerzen beim Wasserlassen, Frieren.
Die Regularien in den deutschen Kliniken sind so bürokratisch geworden, dass ohne schriftliche Anordnung erst mal gar nichts passiert. Wenn ich mobil bleiben und testen will, wie stabil ich auf den Beinen bin, muss ich das aktiv einfordern – sonst plant das System mich lieber liegend ein.
Ganz bewusst habe ich heute meine Abos bei Spotify, Sortlee und Soundiiz gekündigt. Das, was ich bis zum 15. Januar gemacht habe, hat mit dem Leben danach gerade nicht mehr viel zu tun. Statt Playlists zu pflegen, sitze ich vor meinem aus Regal und Karton befreiten alten Panasonic DMR‑UBS90 Universalplayer, den ich nur noch als CD‑Player nutze, der unglaublich gut klingt, und höre meine alten Lieblings‑CDs.
Die Diagnose steht, aber wie weit sich die Erkrankung tatsächlich ausgebreitet hat und welche Konsequenzen das für die nächsten Schritte hat, werden erst die weiteren Untersuchungen zeigen. Ich bin gespannt, zu erfahren, wie das Tumorboard im Klinikum Fulda in Sachen PSMA‑PET/CT entschieden hat und ob ich „Extended Bildgebung“ von der Krankenkasse bezahlt bekomme.
The Bottom Line
Aus dieser Phase nehme ich mit, dass die Euphorie nach der Entlassung trügerisch sein kann – der Körper holt einen ein, und plötzlich verschiebt sich der Fokus vom digitalen Musikalltag auf Schmerztage, Bürokratie und das Warten auf Entscheidungen. Zwischen Nierenschmerzen, Formularen und „Extended Bildgebung“ bleibt mir im Moment nur, meinen eigenen Rhythmus zu finden – Track für Track, Untersuchung für Untersuchung.

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