New Yorker Indie-Dance-Überflieger Fcukers lassen ihr Debüt „Ö“ von drei Club-Legenden neu verdrahten – Spotlight auf „TTYGF (Junior Sanchez Remix)“.
WaterDomeMusic ist wieder auf Entdeckungsreise – immer mit dem Blick dafür, wo sich neue, andere Sounds entwickeln. Mit „nüyork“ von Fcukers nehmen wir drei Remixes genauer unter die Lupe und holen ihren Underground-Dance-Sound als Inspiration und Bereicherung in unser Universum. Und „TTYGF (Tell It To Your Girlfriend)“ im Junior-Sanchez-Remix ist dabei eindeutig der Kracher.
#Fcukers #alterativeClubSound #UndergroundDance #IndieDance #WaterDomeMusic
Facts
Artist: Fcukers
Country of Origin: USA (New York City)
Title: nüyork – Remix EP
Format: EP, Stream, Download, Vinyl
Genre: Underground Dance, Indie-Dance,
Label: Ninja Tune
Releasee: 30. Juli 2026 / Vinyl: 18. September 2026
3 Tracks – 18:53m

At Qobuz available in Hi-res
24 Bits / 44.1 / 48 kHz – Stereo

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Review
Dieses Review war weiß Gott keine 5-Minuten-Suppen-Terrine – wir haben uns rund 15 Stunden mit „nüyork“ in mehreren Stuhlkreis-Loops beschäftigt, gehört, gefeilt, noch mal gefeilt – und uns in den Sound verliebt.
Mit ihrem Debüt „Ö“ haben Fcukers Anfang 2026 gezeigt, wie rasant und pointiert moderner Underground Dance und Indie-Dance heute klingen kann – ein Album, das fast alle Tracks unter drei Minuten hält und sich wie ein spontan hingeworfener Club-Baukasten aus Hooks, Riffs und hyperdirekten Grooves anfühlt. „nüyork“ setzt genau dort an, aber statt weiterer eigener Songs holen sich Fcukers drei prägende DJs und Produzenten aus dem Tri-State-Umfeld ins Boot, um das Material aus der Perspektive einer lebendigen New Yorker Club-Historie neu zu denken.
„if you wanna party, come over to my house (Eli Escobar Remix)“ öffnet die EP mit einem klaren Verweis auf den NYC-Underground, wie ihn Eli Escobar seit Jahren mitprägt. Der Veteran aus der Szene verlangsamt die Hyperaktivität des Originals ein wenig, zieht die Bassline nach vorne und baut einen Groove, der eher nach dunklem, schwitzigem Dancefloor als nach poppigem Festivalmoment klingt. Die Vocals bleiben im Zentrum, aber die Atmosphäre kippt hin zu einer typischen After-hours-Mischung aus Pop und illicit club production – weniger glatt, mehr Kante, mehr Nacht.
„Beatback (Justin Strauss en La Piscina Remix)“ ist dann die bewusst schrägere Variante: Justin Strauss, eine Institution zwischen Downtown-Disco, Post-Punk und New-Wave-Remixkultur, zieht den Track in eine klar indie-discoide Richtung. Seine Version arbeitet mit leicht wackelnden Bassfiguren, versetzten Vocal-Einsätzen und einem subtilen, „en La Piscina“-Balearic-Gefühl, das fast so wirkt, als würde man Fcukers vom New-York-Club direkt an einen Poolrand in einer imaginären 90s-Nacht verlagern. Die hektische Energie des Originals wird bewusst gebrochen, zugunsten eines nervösen, aber extrem groovenden Flows, der stark in deine Indie-Dance-/Alternative-Ecke hineinragt.
Herzstück der EP ist „TTYGF“ im Junior Sanchez Remix (was soviel wie „Tell It To Your Girlfriend“ bedeutet), der nicht zufällig als Fokus-Track und Vinyl-Anchor gesetzt ist. Junior Sanchez gilt seit den 90ern als einer der prägenden House-DJs und -Produzenten aus dem New-Jersey-/NYC-Underground, mit Releases auf Labels wie Strictly Rhythm, Nervous, Defected und seinem eigenen Brobot Records. Genau aus dieser Perspektive formt er „TTYGF“, das auf „Ö“ von manchen Kritiken als schwächerer, etwas zerfahrener Moment mit nicht ganz zündenden Dancehall-Vibes beschrieben wurde, zu einem schnurgeraden Club-Smash um. Der Remix setzt auf druckvolle Drums, klar definierte Bass-Sweeps und sehr direkte Hook-Strukturen – ein archetypischer East-Coast-House-Entwurf, fest in der Underground-Dance-Tradition von New York verankert, der den Track endgültig peak-time-tauglich macht.
Spannend ist, wie „nüyork“ Fcukers im Spannungsfeld aus großer Pop-Bühne und Szene-Credibility positioniert. Das Duo steht längst nicht mehr nur in kleinen Clubs: Sie haben eine „Together Together“-Tour als Support für Harry Styles absolviert, spielen große Festivals und tauchen in TV-Formaten wie „Later… with Jools Holland“ oder „The Tonight Show Starring Jimmy Fallon“ auf. Gleichzeitig werden sie von Medien als Band beschrieben, die 90s-Dance à la Dee-Lite oder Chemical Brothers in die Gegenwart übersetzt und aus einer Underground-Perspektive neu kontextualisiert – also klar Club und Szene und niemals einfach nur Pop.

Auch ihre Kollaborationshistorie unterstreicht diesen Doppelstatus: Fcukers haben an einer Neuinterpretation von Angèles „What You Want“ mit Justice mitgewirkt, Tove Los „I’m your girl right?“ geremixt und mit MGMT, James Murphy (LCD Soundsystem) sowie Sabrina Carpenter gearbeitet. Das sind Schnittstellen zwischen Pop, Alternative und Dance, die Fcukers als einen jener Acts markieren, die Underground-Sensibilität mit Mainstream-Reichweite verbinden – und „nüyork“ ist ein komprimierter Blick auf die Clubseite dieser Gleichung.
WaterDomeMusic ist dabei nicht auf einen Sound festgelegt, sondern leuchtet genau jene Ecken aus, in denen Neues und Anderes stattfindet. „nüyork“ ist einer dieser Momente: drei Remixes, die die kompakte Energie von „Ö“ in längere, cluborientierte Spannungsbögen übersetzen und Fcukers noch klarer als Live- und Dancefloor-Act erkennbar machen. Oder, in unserer persönlichen Kurzfassung: Fcukers sind Helge Schneider meets Feine Sahne Fischfilet unter Acid – anarchischer Humor, rohe Energie und kompletter Kontrollverlust, einmal durch den Clubfilter gejagt.
Track Listing
01 – Fcukers – if you wanna party, come over to my house (Eli Escobar Remix) – 136 BPM – 5:14
02 – Fcukers – Beatback (Justin Strauss en La Piscina Remix) – 121 BPM – 7:30
03 – Fcukers – TTYGF (Junior Sanchez Remix) – 111 BPM – 6:08
The Bottom Line
„nüyork“ ist eine kleine, sehr präzise gesetzte EP, die Fcukers nachhaltig in der Underground-Dance- und Indie-Dance-Landschaft verankert. Eli Escobar, Justin Strauss und Junior Sanchez holen jeweils ihre eigene Geschichte aus dem NYC-/Tri-State-Clubkosmos in die Tracks hinein: vom staubigen After-Hours-Groove über nervöse, indie-discoide Texturen bis hin zum kompromisslosen House-Peak-Time-Moment. Gerade „TTYGF (Junior Sanchez Remix)“ wirkt wie die Korrektur des Album-Moments – aus einer zuvor kritisierten, etwas konfusen Dancehall-Idee wird ein klarer, funktionaler, fetter Club-Track, der nicht nur in zeitgenössischen Underground-Dance-Sets bestehen kann.
Technisch überzeugt die EP mit einem fokussierten, clubtauglichen Mix: die Bassbereiche sind straffer als auf manchem Album-Track, die Vocals sitzen präsent, ohne jemals poppig zu klingen, und die Dynamik bleibt so offen, dass die Remixes auch im Hi-res-Stream und auf Vinyl atmen können – besonders spürbar im House-Fundament von „TTYGF (Junior Sanchez Remix)“, das die zuvor schwach wahrgenommene Album-Version elegant ersetzt. Die 12″-White-Label-Ausgabe, die ab 18. September 2026 im Store von NinjaTune verfügbar sein wird, ist daher nicht nur Sammlerobjekt, sondern ein echtes DJs-Tool – eine Platte, die Fcukers aus der Playlist-Sphäre heraus auf den physischen, echten Underground-Dancefloor trägt.
Am Ende bleibt eine sehr persönliche Kurzformel: Für mich klingen Fcukers auf „nüyork“ stellenweise wie Feine Sahne Fischfilet unter Acid – dieselbe ungebremste Energie, nur eben voll auf den Dancefloor übersetzt. Je mehr du es hörst, desto mehr verliebst du dich in den Sound – Oh My Gawd!! – nicht schon wieder verlieben.
Rating
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Bit-Depth: 24 Bit
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Sampling-Rate: 44.1 kHz / 48 kHz bei Track 2
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Sound-Quality
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Music
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Quality of Press-Services (Ninja Tune)
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The Remixes
Total (max. 5 Stars)

Listen & Buy
Wir hören über diese Ketten:
a) Studio:
Music Server: Melco N1A H60 4TB (Hi-res) –> WiiM Ultra –> Supra RCA koaxial –> Cambridge DAC Magic Plus –> Supra Cinch –> Denon x3600H (Direct 2.1) –> Supra Sword –> Front: 2 x System Audio SA Mantra 50 || Supra Cinch –> Subwoofer: 1 x System Audio Saxo 10
b) Nearfield:
[Music Server: Melco N1A H60 4TB (Hi-res) –>] PC / Laptop: ACER A5 WIN 11 Notebook, audio-optimized –> DAC: Cambridge DAC Magic 100 –> Preamp / Headphone Amp: Auralic Taurus
c) Headphones:
Audeze EL-8 / Audeze SINE
Shure SE846 with ALO MMCX Audio Reference 8 Kabel
NEU: Shure SE846 mit FiiO LC-3.5D Kabel
Der Shure SE846 läuft bei uns in zwei Varianten: einmal mit dem ALO MMCX Audio Reference 8 Kabel, das den In-Ear tonal noch feiner öffnet, mehr Auflösung und eine größere Bühne liefert, im Alltag aber durch einen etwas lockeren Sitz der MMCX-Buchsen auffällt – auf Dauer nicht ideal. Ergänzend dazu kommt die neu hinzugekommene Kombination aus SE846 und FiiO LC-3.5D Kabel, die ebenfalls sehr gute Dynamik, einen fantastischen Punch und eine sehr schöne Feinzeichnung bietet, dabei aber durch ihren besseren Sitz und die bombenfest greifenden Stecker mechanisch deutlich vertrauenswürdiger wirkt.
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