Jou Nielsen – Black Mirage – Remix EP – 2026

Drei Remixe, drei neue Blickwinkel: Univack öffnet die geschlossene Welt der „Law Of One EP“

Mit der „Black Mirage Remix EP“ erweitert Univack die im April erschienene „Law Of One EP“ von Jou Nielsen, Paul Ikky und 84 Avenue um drei eigenständige Interpretationen. Durante, Kebin van Reeken sowie Redspace & NIQLA lösen die geschlossenere Atmosphäre der Originale auf und führen sie in melodisch-emotionale, hypnotisch reduzierte und klar cluborientierte Räume. Besonders Durantes Version von „Black Mirage“ zeigt, wie stark ein Remix die Idee eines Originals vertiefen kann, ohne seine Seele zu verlieren.

#Univack #ProgressiveHouse #MelodicHouse #BlackMirage #Durante

Facts
Jou Nielsen - Black Mirage - Remix EP - 2026

Artist: Jou Nielsen, Paul Ikky, 84 Avenue
Country of Origin: Spain / France
Title: Black Mirage Remix EP
Format: EP, Stream, Download
Genre: Progressive House / Techno
Label: Univack Records
Release Date: 21.08.2026 / 18.09.206
6 Tracks – 35m 16s

Hi-res 42

Tracks 1 bis 3: Spotify-exklusiv
in Hi-res 24 Bit / 44,1 kHz – Stereo

UK-Flag 42

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Review

Die Bezeichnung „Remix EP“ erklärt sich bei dieser Univack-Veröffentlichung erst vollständig mit dem Blick auf ihren Vorgänger. Am 3. April 2026 erschien die „Law Of One EP“ von Jou Nielsen und Paul Ikky, bei „Black Mirage“ ergänzt durch 84 Avenue. Sie wurde in zwei separaten Editionen veröffentlicht: einmal mit den drei Original Mixes und zusätzlich als Extended-Edition mit den längeren DJ-Versionen. Die „Black Mirage Remix EP“ greift nun genau diese drei Stücke auf und überlässt sie Durante, Kebin van Reeken sowie Redspace & NIQLA.

Die ursprüngliche „Law Of One EP“ funktioniert für uns als geschlossenes Werk besonders gut. „Black Mirage“, „Sundance“ und „Law Of One“ teilen eine gemeinsame Sprache aus melodischer Tiefe, Progressive-House-Spannung und klarer Cluborientierung. Die Tracks greifen ineinander, wirken rund und folgen einer nachvollziehbaren Dramaturgie. Die Remix-EP verfolgt bewusst ein anderes Ziel: Sie löst diese Einheit auf und öffnet das Material für drei eigenständige Perspektiven.

Das ist ausdrücklich keine Kritik an der Remix-EP. Gerade darin liegt ihre Berechtigung: Ein guter Remix muss das Original nicht ersetzen, sondern darf dessen Atmosphäre, Groove oder Energie neu gewichten. Während die Originale stärker als zusammenhängende EP funktionieren, zeigt die Remix-Ausgabe, wie unterschiedlich sich ein gemeinsames Ausgangsmaterial entwickeln lässt. Sie ist dadurch weniger homogen, aber abwechslungsreicher, progressiver und stellenweise auch experimenteller – ohne die Verbindung zum Dancefloor zu verlieren.

Das Fundament dafür liefern die Original-Artists. Jou Nielsen kommt aus Barcelonas Underground-Szene und verbindet seine Erfahrung als DJ, Produzent und Toningenieur mit einem klaren Gespür für Club-Dynamik. Paul Ikky ergänzt diese Basis mit tiefen, melodischen und zugleich energischen Progressive-House-Strukturen. Bei „Black Mirage“ erweitert 84 Avenue das Bild um seine organischere, atmosphärische Seite: warme Synthesizer, organische Texturen und filmisch entwickelte Harmonien verleihen dem Track schon im Original eine auffallende räumliche Tiefe.

Durante greift diese emotionale Offenheit bei „Black Mirage“ am überzeugendsten auf. Sein Remix ist für uns der stärkste Moment der EP, weil er die Atmosphäre des Originals nicht einfach überformt, sondern in eine eigene Progressive-House-Reise überführt. Präzise Percussion, tragende Basslines, melodische Sequenzen und weit auslaufende Flächen greifen eng ineinander. Vocals und Effekte funktionieren dabei weniger als vordergründige Hooks, sondern als Teil eines dichten, sich langsam entfaltenden Klangbildes. Der Track bleibt tief und gefühlvoll, behält aber jederzeit eine klare cluborientierte Energie. Durante gelingt hier eine sehr überzeugende Balance aus emotionaler Weite und dramaturgischem Druck.

Kebin van Reeken entscheidet sich bei „Sundance“ für den reduzierteren Weg. Sein Remix lebt von einer festen rhythmischen Basis, gezielt eingesetzten Vocal-Fragmenten und einem Groove, der seine Spannung über Wiederholung und minimale Verschiebungen aufbaut. Statt große melodische Gesten in den Mittelpunkt zu stellen, lässt er einzelnen Elementen Raum und entwickelt einen hypnotischen Sog. Das macht „Sundance“ zu einem starken Werkzeug für längere Progressive-Sets: zurückhaltend im Auftreten, aber sehr wirkungsvoll in der Bewegung.

Jou Nielsen
Jou Nielsen

Redspace & NIQLA setzen „Law Of One“ dagegen direkt auf den Dancefloor. Ihr Remix konzentriert sich auf einen festen Groove, dynamische Percussions und kontinuierliche Progression. Melodische Details treten hinter die funktionale Energie zurück, wodurch ein klarer, druckvoller Clubtrack entsteht. Als Gegenpol zu Durantes emotionalem Ansatz und Kebin van Reekens hypnotischer Reduktion zeigt diese Version am deutlichsten, wie weit sich das ursprüngliche Material stilistisch öffnen lässt.

Im direkten Vergleich bleibt die „Law Of One EP“ für uns das geschlossenere und rundere Gesamtwerk. Die „Black Mirage Remix EP“ will die Vorlage jedoch nicht übertreffen, sondern ihre Ideen in drei unterschiedliche Produktionssprachen übersetzen. Genau darin liegt ihre Stärke: Sie bringt neue Farben, unterschiedliche Energien und spannende Blicke auf die Originale zusammen. Die Mischung aus emotionaler Tiefe, hypnotischer Spannung und funktionalem Clubdruck macht diese EP zu einer gelungenen Ergänzung, deren stärkster Moment eindeutig Durantes „Black Mirage“-Remix ist.

Zum Zeitpunkt unseres Hörens ist die Veröffentlichung zunächst aufgeteilt: Die drei regulären Remixe sind exklusiv bei Spotify in Hi-res mit 24 Bit / 44,1 kHz verfügbar, die drei Extended Mixes exklusiv bei Beatport in Lossless mit 16 Bit / 44,1 kHz. Klanglich überzeugt die EP unabhängig davon durchgehend mit sauberem Bassfundament, klar lesbaren Percussions und einer überzeugenden räumlichen Tiefe. Am 18. September 2026 folgen dann alle weiteren Streaming- und Download-Plattformen, auf denen sowohl die regulären als auch die Extended Mixes verfügbar sein werden.

Track Listening
Exklusiv bei Spotify (24 Bit / 44.1 kHz, Hi-res)

01 – Jou Nielsen, Paul Ikky, 84 Avenue – Black Mirage (Durante Remix) – 123 BPM – 4:32
02 – Jou Nielsen, Paul Ikky – Sundance (Kebin van Reeken Remix) – 120 BPM – 4:23
03 – Jou Nielsen, Paul Ikky – Law Of One (Redspace, NIQLA Remix) – 122 BPM – 3:15

Exklusiv bei Beatport (16 Bit / 44.1 kHz, Lossless)

04 – Jou Nielsen, Paul Ikky, 84 Avenue – Black Mirage (Durante Extended Remix) – 123 BPM – 7:23
05 – Jou Nielsen, Paul Ikky – Sundance (Kebin van Reeken Extended Remix) – 120 BPM – 8:05
06 – Jou Nielsen, Paul Ikky – Law Of One (Redspace, NIQLA Extended Remix) – 121 BPM – 7:38

The Bottom Line

Die „Black Mirage Remix EP“ ist eine gelungene und eigenständige Ergänzung zur „Law Of One EP“. Die Originale bleiben für uns als Gesamtwerk geschlossener und runder, während die Remix-Ausgabe ihre Stärken gerade aus der Aufspaltung in drei klar unterschiedliche Handschriften zieht. Durante liefert die emotionale Tiefe und die stärkste Einzelversion, Kebin van Reeken baut hypnotische Spannung über Reduktion auf, Redspace & NIQLA bringen funktionalen und druckvollen Club-Drive.

Das Mastering von Integral Bread überzeugt mit kontrolliertem Bass, sauber definierten Percussions und einer offenen, räumlichen Darstellung. Die regulären Mixes auf Spotify in Hi-res und die Beatport-Extended-Mixes in Lossless liegen technisch in unterschiedlichen Formaten vor, klanglich ist das Niveau jedoch durchgehend sehr hoch. Eine vielseitige Remix-EP mit echtem Mehrwert für Progressive-House-Hörer:innen und DJs – und mit Durantes „Black Mirage“-Remix als klarer Empfehlung.

Rating

  • Bit-Depth: 16 Bit (Beatport) / 24 Bit (Spotify)
  • Sampling-Rate: 44.1 kHz
  • Sound-Quality
  • Music
  • Quality of Press-Services (Univack)
  • Original Mix / Radio Edit
  • Extended Mix
4.6

Total (max. 5 Stars)

Listen & Buy

Original Remixes (Spotify)

Extended Remixes (Beatport)
Die Law of One EP vom 03. April 2026

Edits und Extended Mixes in einer Playlist

Wir hören über diese HiFi-Ketten:

Im Studio

Music Server: Melco N1A H60 4TB (Hi-res) –> WiiM Ultra –> Supra RCA koaxial –> NEU: DAC Topping DX5 II –> Supra Cinch –> Denon x3600H (Direct 2.1) –> Supra Sword –> Front: 2 x System Audio SA Mantra 50 || Supra Cinch –> Subwoofer: 1 x System Audio Saxo 10

Im Nearfield

[Music Server: Melco N1A H60 4TB (Hi-res) –>] PC / Laptop: ACER A5 WIN 11 Notebook, audio-optimized –> DAC: Cambridge DAC Magic 100 –> Preamp / Headphone Amp: Auralic Taurus

Mit Headphones

Audeze EL-8 / Shure SE846 with ALO MMCX Audio Reference 8 Kabel
NEU: Shure SE846 mit FiiO LC-3.5D Kabel

Der Shure SE846 läuft bei uns in zwei Varianten: einmal mit dem ALO MMCX Audio Reference 8 Kabel, das den In-Ear tonal noch feiner öffnet, mehr Auflösung und eine größere Bühne liefert, im Alltag aber durch einen etwas lockeren Sitz der MMCX-Buchsen auffällt – auf Dauer nicht ideal. Ergänzend dazu kommt die neu hinzugekommene Kombination aus SE846 und FiiO LC-3.5D Kabel, die ebenfalls sehr gute Dynamik, einen fantastischen Punch und eine sehr schöne Feinzeichnung bietet, dabei aber durch ihren besseren Sitz und die bombenfest greifenden Stecker mechanisch deutlich vertrauenswürdiger wirkt.

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