Henry Jacobs & Auscultate – Mars EP – 2026

Mars / Wanna Be Free – Klinische Präzision trifft auf organische Tiefe

Wenn pulsierende Kardiologie auf cineastische Club-Dramaturgie trifft, entstehen Klangräume von bestechender Intensität. Henry Jacobs und Auscultate verschmelzen auf Perspectives Digital chirurgisch präzise Frequenzen mit emotionaler Weite und warmer Melodik. Ein außergewöhnliches Doppelwerk für introspektive Nachtstunden und druckvolle Peak-Time-Momente.
#HenryJacobs #Auscultate #PerspectivesDigital #ProgressiveHouse #MelodicHouse

Facts
Henry Jacobs & Auscultate - Mars - EP - 2026

Artist: Henry Jacobs & Auscultate
Country of Origin: USA
Title: Mars / Wanna Be Free
Format: EP, Stream, Download
Genre: Progressive House, Melodic House
Label: Perspectives Digital
Release Date: October 30, 2026
4 Tracks – 18m 27s

Lossless

At Spotify, Tidal available in Lossless
16 Bits / 44.1 kHz – Stereo

UK-Flag 42

Translation? Floating button in the
top right corner of every page

Review

Perspectives Digital feiert seine 130. Katalognummer mit einer Zusammenarbeit, die sowohl konzeptionell als auch klanglich weit aus dem gewohnten Veröffentlichungsstrom herausragt. Das Label von Darin Epsilon hat über die Jahre hinweg ein untrügliches Gespür für visionäre Melodic- und Progressive-House-Ästhetik bewiesen, doch dieses Zusammentreffen von Henry Jacobs und dem audiovisuellen Projekt Auscultate markiert eine besonders bemerkenswerte Wegmarke. Noch bevor diese Stücke offiziell greifbar wurden, kursierten sie bereits durch renommierte DJ-Sets zwischen UNVRS auf Ibiza, dem Club Space in Miami und Zamna in Tulum, getragen von Größen wie Henri Bergmann, Layla Benitez und 19:26.

Hinter Henry Jacobs verbirgt sich ein in Armenien geborener und in Los Angeles verwurzelter Klangarchitekt, der mit seinem Ansatz Electronic Soul Music emotionale Resonanz auf dem Floor einfordert. Das Jahr 2026 brachte für ihn einen beachtlichen Schub mit ausverkauften Clubnächten in der Academy LA, The Spotlight sowie prestigeträchtigen Auftritten an der Seite von Mathame, Korolova und Agents of Time. Auf der anderen Seite agiert Auscultate, ein medizinisches Konzeptprojekt, das Klang nicht nur als Unterhaltung begreift, sondern als messbaren Impuls, als Abhören der inneren Ströme des menschlichen Organismus. Was in klinischen Metaphern und physiologischen Diagnosen wurzelt, transformiert sich hier in tanzbare, greifbare, haptische Electronica.

Musikalisch bewegt sich das Werk tief im Fahrwasser des klassischen Progressive House, zeigt sich jedoch in Wanna Be Free zugleich ausgesprochen melodieverliebt und verspielt. Jacobs und Auscultate haben längst ihren eigenen Weg gefunden und zeigen mit dieser EP ihre brillante Produktionsweise, die getragen ist von einem klaren melodischen Leitmotiv, das nicht verflacht, sondern von einem tiefen, clubtauglichen Fundament gestützt wird. Die filigrane Effektarbeit, die kunstvoll gesetzten Filterfahrten und das nuancierte Sounddesign erinnern ein wenig an die starken Arrangements von Nora En Pure oder an die funkelnden Soundperlen von INAMAR.

Das Eröffnungsstück Mars etabliert sofort eine ungeheure kinetische Energie. Der Beat marschiert unerbittlich, angetrieben von einer glasklaren Hi-Hat-Architektur und einem straffen Fundament, das sich unmittelbar in den Brustkorb gräbt. Die Melodiebögen flirren wie ionisierte Partikel durch den Raum, bevor der Track in seinem zentralen Break eine spektakuläre Kehrtwende vollzieht. Die tiefen Frequenzen brechen schlagartig weg, das Fundament löst sich auf und die Komposition verharrt in einer beinahe absoluten, schwerelosen Stille. Wie eine Raumkapsel, die jenseits aller Gravitationsgrenzen durch die Weite treibt, schwebt das Arrangement scheinbar schwerelos in seinem eigenen Sound-Universum, während der rhythmische Puls wie Positionslichter den Weg weist und uns unwiderstehlich zurück auf die Tanzfläche holt.

Mit Wanna Be Free wechselt das Gespann die Farbpalette und taucht tief in dunklere, samtene Schattierungen ein. Hier regiert ein rollender, analog anmutender Basslauf, der sich mit federnder Elastizität vorwärtsbewegt. Die in Los Angeles ansässige Sängerin und Songwriterin Summer Lima verleiht dem Stück mit ihrer von Jazz und Soul geprägten Phrasierung eine verletzliche, organische Menschlichkeit. Zweimal nimmt das Arrangement den perkussiven Druck komplett zurück, um ihrem Gesang eine fast sakrale Intimität zu gewähren, ehe die Subbässe das Kommando zurückerobern und die Sehnsucht der Melodieführung mit treibendem Vorwärtsdrang unterfüttern.

Im direkten Vergleich zeigen die auf Beatport erhältlichen Extended Mixes ihre unbestreitbaren Vorzüge. Mit jeweils rund zwei Minuten zusätzlicher Spielzeit bieten sie deutlich längere, regelrecht hypnotische Spannungsbögen. Statt funktionale Schnittmuster von der Stange zu verwenden, geben Jacobs und Auscultate beiden Tracks jenen essenziellen Raum zum Atmen, den sie benötigen, um ihre Soundfahnen weit in der Tiefe und Breite des musikalischen Raums aufzuspannen.

Rating

  • Bit-Depth: 16 Bits
  • Sampling-Rate: 44.1kHz
  • Sound-Quality
  • Music
  • Quality of Press-Services
  • Original Mixes / Radio Edits
  • Extended Mixes
4.8

Total (max. 5 Stars)

Listen and Buy
Tracklist

Spotify, Tidal (Originals)
01 Henry Jacobs & Auscultate – Mars (Original Mix) – 3:20
02 Henry Jacobs & Auscultate feat. Summer Lima – Wanna Be Free (Original Mix) – 4:07

Beatport Only (Extended)
03 Henry Jacobs & Auscultate – Mars (Extended Mix) – 5:15
04 Henry Jacobs & Auscultate feat. Summer Lima – Wanna Be Free (Extended Mix) – 5:45

The Bottom Line

Henry Jacobs und Auscultate haben ein überaus ausgefallenes und faszinierendes Projekt geformt, in dem sie Progressive-House-Themen mit detailverliebter Melodik und exzellenter Effektarbeit verbinden. Die Extended Mixes bieten genau die Dehnung und den Spannungsbogen, den diese Produktionen verdienen.

Technisch glänzt das 16-Bit-Lossless-Material mit einem absolut sauberen Mix und glasklaren Vocals. Die Bässe agieren bestimmend, aber nie aufdringlich, während die Hallfahnen auf den SA Mantra 50 eine weite, perfekt gestaffelte Klangbühne öffnen.

– – – – –

„Den Tod betrachte ich als Abschluss eines Kapitels, nicht als Ende der Existenz.“ (Sir Patrick Stewart)

R.I.P.
Sir Patrick Stewart (1940 – 2026)
Als Jean-Luc Picard lebst du für ewig weiter.

– – – – –

Test-Setup & Wiedergabekette

Studio (Direct 2.1)

  • Music Server: Melco N1A H60 4TB (Hi-Res)
  • Streamer: WiiM Ultra
  • Digital-Verbindung: Supra RCA (koaxial)
  • DAC: Topping DX5 II
  • Analog-Verbindung: Supra Cinch
  • Verstärker: Denon X3600H (Betriebsmodus: Direct 2.1)
  • Lautsprecher-Kabel: Supra Sword
  • Front-Lautsprecher: 2 x System Audio SA Mantra 50
  • Subwoofer-Verbindung: Supra Cinch
  • Subwoofer: 1 x System Audio Saxo 10

Nearfield & Headphones

  • Lautsprecher: 2 x KEF X300A (Aktiv, Hi-res)
  • Quelle: Melco N1A / Notebook: Acer A5 Windows 11 (Audio-optimiert)
  • DAC: Cambridge Audio DacMagic Plus
  • Vorstufe / Kopfhörerverstärker: Auralic Taurus
  • Kopfhörer 1 (Over-Ear): Audeze EL-8
  • Kopfhörer 2 (Over-Ear): Beyer Dynamic DT 880 S
  • In-Ear Monitor 1: Shure SE846 mit ALO MMCX Audio Reference 8 Kabel
  • In-Ear Monitor 2: Shure SE846 mit FiiO LC-3.5D Kabel

Teilen mit ...

Entdecke mehr von WaterDomeMusic

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.