INAMAR music

About INAMAR

Artist: INAMAR
Country of Origin: Switzerland
City: Zürich
Label: DIY, RCRDSHP, ADORMA Records, Gimmick Records, Sirup Music
Activity: Producer, DJane
Genres: Deep House; Melodic House, MelodicTechno, Progressive House

Profile: Instagram, Facebook, Spotify
Charakteristiken: große Freundlichkeit, sehr aufgeschlossen, äußerst zuverlässig

Biografie

INAMAR ist Teil einer neuen Generation von Artists, die Melodic Techno und Progressive House nicht nur spielen, sondern emotional aufladen. Aufgewachsen in Zürich, mit spanischen Wurzeln, ist ihr Sound geprägt von genau dieser Mischung aus Klarheit und Wärme – strukturiert, aber nie kühl, melodisch, ohne sich im Offensichtlichen zu verlieren.

Der Einstieg in die elektronische Musik kommt nicht über klassische Clubnächte, sondern aus einem sehr persönlichen Moment heraus. Musik war schon früh präsent – Gitarre, Gesang, erste Schritte am Keyboard in einem Zuhause, in dem immer etwas lief. Der entscheidende Impuls entsteht, als aus dem Nachspielen eigener Songs der Wunsch wird, eigene Ideen zu entwickeln und festzuhalten. Kurz darauf folgt eine Reise nach Ibiza, die alles neu sortiert: Energie, Größe, Sound – und das klare Gefühl, dass Musik mehr sein kann als nur ein Hobby. Zurück in der Schweiz beginnt sie, sich das Produzieren mit Logic, Tutorials und viel Ausprobieren selbst beizubringen – intuitiv, konsequent und mit einem wachsenden Verständnis für Dramaturgie und Klang.

Diese Entwicklung hört man ihren Tracks an. INAMAR arbeitet stark über Melodie, über Spannungsbögen, über Stimmungen, die sich langsam aufbauen und dann gezielt öffnen. Ihre Produktionen entstehen oft aus improvisierten Sessions am Keyboard, werden in der DAW weitergedacht und – wenn es der Track verlangt – durch Vocals ergänzt, die eine zusätzliche emotionale Ebene einziehen. Man spürt dabei, dass sie Musik nicht als bloßes Funktionieren im Club versteht, sondern als Raum, in dem persönliche Geschichten und atmosphärische Dichte zusammenfinden.

Erste Aufmerksamkeit erhält sie früh, als ein Track unerwartet in einer Spotify Editorial Playlist landet – ein Moment, der weniger als „Durchbruch“ inszeniert ist, sondern vielmehr als stille Bestätigung, dass der eingeschlagene Weg trägt. Es folgen Releases auf verschiedenen Labels und schließlich ihre Debüts bei Pretty Pinks Deep-Woods-Imprint sowie auf Sirup Music in Zürich, wo sie ihren Sound weiter schärft und klarer positioniert. Tracks wie „Free Spirit“, „I See It Coming“, „Midnight Echoes“ oder „Sky Is The Limit“ markieren diese Entwicklung – weg von genreoffenen Anfängen hin zu einem fokussierten, cluborientierten Sound zwischen Melodic Techno, Melodic House und Progressive House.

Ein zentraler Meilenstein ist ihr Gewinn beim „Change The Beat“-Remix-Contest. Ihre Neuinterpretation von Eli & Furs „Better In The Dark“ erschien am 18. Dezember 2023 auf dem Anjunadeep „The Remixes 2023“-Sampler – ein Release, das nicht nur Reichweite schafft, sondern sie auch in einem Umfeld verortet, in dem musikalische Tiefe und clubtaugliche Emotion zentral sind. Dass sich damit Türen in Richtung internationaler Bühnen öffnen und sie in direkten Austausch mit Artists kommt, die zuvor klare Referenzpunkte waren, wirkt wie die logische Fortsetzung dieser Entwicklung. Am 1. November 2024 wurde zudem ein lang ersehnter Wunsch wahr, als sie ihren Remix zu Pretty Pinks „Drifting“ beisteuern konnte, enthalten auf dem „Drifting Remix Contest“-Sampler.

Parallel dazu wächst ihre Präsenz als DJ kontinuierlich. Sets von INAMAR sind klar auf Energie und Verbindung ausgelegt – mit einem Gespür dafür, wann Druck entstehen darf und wann Raum gebraucht wird. Gigs in Zürich, etwa auf Rooftops mit Blick über die Stadt oder im Umfeld der Street Parade, sind für sie mehr als „nur“ Auftritte: Es sind Situationen, in denen sich Heimat, Szene und persönlicher Sound verdichten. Man spürt, dass für sie immer entscheidend bleibt, was auf dem Dancefloor passiert – das Lächeln, der gemeinsame Vibe, dieser eine Augenblick, in dem alles zusammenkommt.

Auch im Studio ist dieser Ansatz spürbar. INAMAR arbeitet fokussiert und braucht Zeitfenster, in denen sie ungestört in ihren kreativen Zustand eintauchen kann – oft vorbereitet durch eigene kleine Alltagsrituale, die ihr helfen, Balance und Klarheit zu halten. Viele Tracks entstehen aus einem inneren Flow, der, einmal angestoßen, kaum zu stoppen ist; Melodien, Harmonien und Vocals fügen sich dann fast selbstverständlich ineinander. So bleiben ihre Produktionen selten nur funktionale Tools für DJ-Sets, sondern tragen immer eine persönliche Signatur in sich.

Auffällig ist dabei, dass INAMAR ihren Sound nicht als statisches Konzept versteht, sondern konsequent weiterdenkt. Ein aktuelles Beispiel dafür ist ihre Single „Underground“, die am 26. Juni 2026 auf Votre erscheint und eine neue Facette ihres Schaffens betont. Hier stehen die Vocals deutlich stärker im Vordergrund und verzahnen sich mit packenden, dynamischen Hooklines zu einem Track, der direkter, nahbarer und zugleich hochgradig clubtauglich wirkt. „Underground“ fühlt sich an wie ein weiterer Schritt auf dem Weg, Emotion und Druck noch enger zusammenzuführen – ein Signal, dass sie bereit ist, ihren Sound immer wieder neu zu justieren, ohne ihren Kern zu verlieren.

Support von Artists wie David Guetta, der ihre Tracks in Sets nutzt und in Playlists aufgreift, unterstreicht zusätzlich, dass ihre Musik weit über den lokalen Kontext hinaus funktioniert. Gleichzeitig bleibt ihr Kosmos erkennbar eigen – verwurzelt in Zürich, offen zur Welt, klar verortet in einem Spektrum zwischen Deep House, Melodic Techno und Progressive House.

INAMAR versteht ihre Karriere nicht als Sprint, sondern als Prozess. Regelmäßige Releases, ausgewählte Kollaborationen und die stetige Weiterentwicklung ihres Sounds stehen im Fokus. Im Kern bleibt dabei das, was ihre Musik vom ersten Track an getragen hat: der Anspruch, Emotion und Energie in eine stimmige Balance zu bringen – und Songs zu schaffen, die mehr sind als nur der Soundtrack einer Nacht.

Well done, INAMAR!

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