Eli & Fur – Dreams At Dusk: Part II – Zwischen Club, Kopfkino und Ruhestellung: Warum „Dreams At Dusk: Part II“ ein wichtiger Eli-&-Fur-Moment ist.
Eli & Fur setzen ihre Dreams-at-Dusk-Reise mit „Part II“ fort – sechs Tracks zwischen innerem Monolog, Club-Hypnose und nächtlichem Roadmovie. Für alle, die Melodic / Progressive House mit Emotion und Vocals lieben und gerade an Wendepunkten im Leben stehen. Funktioniert im Club, auf langen Autofahrten oder ganz nah zwischen den Kopfhörern.
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Facts
Artist: Eli & Fur
Country of Origin: UK
Title: Dreams At Dusk: Part II
Format: EP – Stream – Download (digital only)
Genre: Melodic / Progressive House, Deep Electronica
Label: PIAS Électronique
Release Date: 5 June 2026
6 Tracks – ca. 25m Spielzeit

Availabe at Qobuz, Tidal, Apple Music, Spotify
in Hi-res 24 Bit /var. sampling rates – Stereo

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Review
„Dreams At Dusk: Part II“ fühlt sich an wie das zweite Kapitel eines Buchs, das mitten im Satz weitergeht – keine große Geste, kein künstlicher Bruch, sondern ein Weiteratmen dessen, was Eli & Fur mit Part I begonnen haben. Der Unterschied: Wo Part I noch stark diese nach außen gerichtete Energie hatte – Club, Bühne, Vorfreude – dreht Part II die Kamera mehr nach innen und lässt die Tracks aus Momenten, Städten, Reisen heraus organisch wachsen. Man hört, dass die Songs größtenteils unterwegs auf Tour entstanden sind: Die EP wirkt wie ein Reisetagebuch zwischen Hotelzimmer, Taxi zum Airport und spätnächtlichen Sets, in denen Ideen im Halbdunkel zu fertigen Tracks reifen – oder fast schon wie ein kleines Manifest, mit Nachdruck auf den Schreibtisch des Label-Managements geklatscht und dreimal mit dem Zeigefinger drauf geklopft: „That’s it – Feddisch!“.
Der vollständige Verzicht auf überladene, opulente Arrangements tut Eli & Fur hörbar gut. Statt alles mit Layern und Effekten zuzupflastern, vertrauen sie auf einen elementaren, intuitiven Ansatz: Vocals, Kern-Melodie, ein klarer Groove, viel Raum dazwischen. Das erzeugt genau diese Mischung aus Wärme und Kühle, aus Lichtstreifen und Schatten, die den Dreams-at-Dusk-Kosmos ausmacht – immer melodisch, aber nie kitschig, emotional, aber nie pathetisch. Es ist die Art von Sound, die dich in den Club trägt, aber auch beim nächtlichen Alleinsein auf der Couch funktioniert.
„Strange“ kennt ihr vielleicht schon als Auftakt-Single: Ein Track, der das Eli-&-Fur-Versprechen in Reinform liefert – intime, leicht vernebelte Vocals, ein pulsierender, aber unaufdringlicher Groove und diese typischen, cineastischen Synthflächen, die eher an ein flackerndes Neonlicht als an eine große Festival-Pyro erinnern.
„Amber Eyes“ nimmt dieses Gefühl auf, aber mit einem etwas offeneren, luftiger klingenden Arrangement, das zwischen sanfter Melancholie und Vorwärtsdrang schwebt. Hier zeigt sich besonders gut, wie fein das Duo die Balance zwischen Pop-Appeal und Club-Mechanik beherrscht.
„Further“ ist für mich das Herzstück der EP – ein Progression-Track, der sich Zeit nimmt, seine Themen aufzubauen, statt auf den schnellen Drop zu setzen. Der Bass rollt eher als dass er drückt, die Percussions setzen minimale Akzente, und die Synth-Lines wirken wie ein innerer Dialog, der sich in Schleifen denkt, bis er ins Offene führt. „Devil“ schiebt das Ganze danach in eine etwas dunklere, subtil bedrohliche Richtung, ohne jemals in plumpe Dark-Techno-Klischees abzugleiten: Die Vocals flüstern eher, als dass sie erzählen, und die Spannung entsteht aus Nuancen, nicht aus Lautstärke.
Mit „One That You Love“ öffnen Eli & Fur die EP dann klar in Richtung emotionaler Peak-Time. Der Track hat diese Mischung aus bittersüßer Hookline und pushendem Groove, die auf großen Bühnen genauso funktioniert wie in intimen, dunklen Clubs. Es ist einer der Momente, in denen deutlich wird, wie sehr die beiden inzwischen in ihrem eigenen Universum angekommen sind: Du hörst nach zwei Takten, dass es Eli & Fur sind, ohne dass sie auf alte Tricks zurückgreifen müssten. „Tears“ schließlich ist der epilogartige Abschluss, eher ein Sog nach innen als ein Ausrufzeichen. Die Nummer zieht den Vorhang ein Stück zu, lässt aber bewusst Fragen offen – perfekt für den einsamen Walk nach der Clubnacht oder diese 3-Uhr-morgens-Momente, in denen man einfach nur atmen und fühlen will.
Im größeren Kontext ihrer Karriere ist „Dreams At Dusk: Part II“ weniger ein radikaler Schritt als ein entspannter Flug unterhalb der Wolkendecke mit freiem Blick auf eine wunderschöne (Klang-)Landschaft. Seit ihrem Debüt 2013 haben sich Eli & Fur diesen seltenen Status erarbeitet: DJs, Produzentinnen, Songwriterinnen und Performerinnen in Personalunion, mit einem klar erkennbaren Signature-Sound aus emotionalen Vocals, filmischen Synths und rollenden Basslines. Ihre Diskografie ist voll von Kollaborationen mit Größen wie CamelPhat, MEDUZA und Booka Shade sowie Releases auf Labels wie Anjunadeep, Defected, Crosstown Rebels, Cercle Records und Armada – trotzdem wirkt dieses PIAS-Kapitel wie ein sehr bewusst kuratierter eigener Raum.
Spannend ist auch der Zeitpunkt: Parallel zu „Dreams At Dusk: Part II“ gehen Eli & Fur mit einem wachsenden Live-Kosmos an den Start – eigene Shows, Festival-Slots und ein Umfeld, in dem sie ihre Tracks nicht nur im DJ-Set, sondern als immersive Story erzählen können. Dass 2026 sich jetzt schon wie ein Schlüsseljahr anfühlt, liegt daran, dass die EP wie ein Knotenpunkt wirkt: Sie verbindet die cluborientierte Vergangenheit mit einem stärker auf Alben, Konzepte und visuelle Welten fokussierten Jetzt.
Tracklisting
01 – Strange – 3:44
02 – Amber Eyes – 4:51
03 – Further – 4:01
04 – Devil – 5:31
05 – One That You Love – 3:05
06 – Tears – 4:11
The Bottom Line
Musikalisch ist „Dreams At Dusk: Part II“ genau das, was der Titel verspricht: eine Sammlung von Tracks für diesen schwer greifbaren Moment zwischen Tag und Nacht, zwischen Außenwelt und Innenleben. Man sitzt auf der frühsommerlichen Terrasse, hält eine Tasse Tee in der linken Hand und die Freundin im rechten Arm. Leise läuft „Dreams At Dusk: Part II“ und ein feiner Luftzug strömt durch den Sound, der durch die offene Glastür vom Wohnzimmer nach draußen dringt. Und ganz leise sagt sie: „Endlich – wieder mal durchatmen und Ruhe“: The Perfect Moment. Oder man genießt den Moment einfach ganz allein den Blick schweifen – die EP liefert den idealen Soundtrack für genau diese Zwischenzustände. Eli & Fur beweisen hier einmal mehr, wie souverän sie Emotion, Narrative und Club-Funktionalität verbinden – ohne sich in Schubladen wie „reiner Melodic House“ oder „reiner Vocal-Progressive“ einsperren zu lassen. Die EP ist stark genug, um als eigenständiges Sound-Monument zu stehen, und gleichzeitig klar Teil des größeren Dreams-at-Dusk-Universums.
Musikalisch bleibt „Dreams At Dusk: Part II“ in diesem sweet spot aus gedrosseltem Tempo, sanftem Groove und leichten Jazz-Schattierungen: relaxed, zurückgelehnt, aber jederzeit tanzbar. Irgendwo zwischen 80er/90er‑UK‑Downbeat-DNA und 2026er‑Sounddesign erwischt mich die EP so sehr, dass ich mich beim Hören dabei ertappe, alte Style‑Council‑Scheiben wieder aus dem Regal zu ziehen – nicht, weil Eli & Fur nostalgisch wären, sondern weil sie genau diesen britischen Sinn für lässige Sophistication ins Jetzt holen. Danke, Mädels.
Technisch liegt „Dreams At Dusk: Part II“ durchweg in 24 Bit vor, mit Hi-Res-Optionen je nach Plattform, was der EP noch einmal einen hörbaren Qualitätsvorsprung verschafft. Der Sound ist auffallend laidback und relaxed, eine dieser Produktionen, bei denen man sich einfach zurücklehnen und in die Musik fallen lassen kann – und die trotzdem jederzeit genug Punch hat, um in die Beine zu gehen, wenn man im Wohnzimmer oder im Club ein paar Runden drehen möchte. Die technischen Aspekte sind dabei nahezu makellos: ein sehr sauber durchgezeichneter Höhenbereich, ein tragfähiger, natürlicher Mittenbereich, hervorragend abgemischte Vocals und eine Bühne, die sowohl in der Breite als auch in der Tiefe stimmig wirkt. Kurz gesagt: klanglich ein kleiner Leckerbissen, den Eli & Fur hier abgeliefert haben.
Für mich ist „Dreams At Dusk: Part II“ eine dieser Platten, die man in Übergangszeiten braucht (nein, ich denke nicht an die deutsche Übergangsjacke). Musik, die nicht alles gutreden will, aber Raum schafft, um durch die eigenen Dämmerzonen zu gehen. Und genau deshalb: eine klare Empfehlung – fürs nächtliche Just-Listen, für lange Autofahrten, aber auch als dramaturgische Klammer in House- und Melodic-Sets, die mehr sein wollen als nur Track-an-Track.
By the Way: Wo sind eigentliche die Extended Mixes? Natürlich mal wieder bei Beatport ….
Rating
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Bit-Depth: 24 Bit
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Sampling-Rate; min. 44.1 kHz per Track
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Sound-Quality
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Music
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Quality of Press-Services [PIAS] Électronique
Total: (max. 5 Stars)

Listen & Buy
Mein Testequipment
Studio 1:
- Front: 2 x System Audio SA Mantra 50
- Subwoofer: 1 x System Audio Saxo 10
- Music Server: Melco N1A H60 4TB (Hi-res)
- DAC: Cambridge DAC Magic Plus
- Streaming / Network Player: Cambridge MXN10
- Streaming / Network Player: WiiM Ultra
- Amplifier: Denon AVR-X3600H (Direct 2.1 Konfiguration) 4K, Hi- res, HEOS
- Headphone: InEar: Shure SE846 with ALO MMCX Audio Reference 8 Kabel
- Headphone: OverEar: Audeze EL-8
- Nvidia Shield Pro (for Plex Server and Kodi in 24/96 max)
- AppleTV 4K (Streaming Client) Dolby Atmos, HDR, Dolby Vision
- Plex on Apple TV: upto 24/96 Hi-res
- TV: Sony KD55-XG8505 (HDR, Dolby Vision)
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